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Escrima - Selbstverteidigung mit und gegen Waffen

Escrima, was soviel bedeutet wie "kleines Gefecht" oder "Scharmützel" stammt von den Philippinen und ist eine äußerst wirksames, logisches und dynamisches Waffenkampfsystem. Escrima arbeitet praxisorientiert und schult den Umgang mit Waffen und steigert die Verteidigungsfähigkeit gegen Angriffe, die mit Waffengewalt ausgeführt werden. Denn nur wer im Umgang mit Waffen geschult ist, hat eine realistische Chance, sich gegen einen bewaffneten Angriff erfolgreich zu verteidigen, wobei das Wort erfolgreich mit "lebend zu überstehen" gleichzusetzen ist.

Die Chancen, einen bewaffneten Angriff schadlos zu überstehen liegen bei einem Ungeübten bei ca. 0 - 5%. Selbst ein Meister dieser Zunft, kann es lediglich bis max. auf 10% bringen. Hier wird sehr schnell deutlich, wie gefährlich ein Angriff ist, der mit einer (scharfen) Waffe ausgeführt wird.

Eine körperliche Auseinandersetzung wird zu 95% bereits im Vorfeld auf mentaler Ebene entschieden. Da durch den Umgang mit Waffen auch die geistige Belastbarkeit erhöht wird, lernt der "Escrimador" auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht überzureagieren, was sich auch auf den Alltag auswirkt. Oberstes Ziel ist deshalb die Vermeidung jeglicher körperlicher Auseinandersetzung in dem Bewusstsein, dass ein Kampf immer ein großes Risiko in sich birgt verletzt zu werden.

Escrima für Jugendliche

Was vor ca. fünfzehn Jahren noch undenkbar war, hat seit einigen Jahren feste Formen angenommen. Immer mehr Jugendliche möchten sich das Wissen aneignen, wie im Ernstfall gegen einen mit einem Messer ausgeführten Angriff vorgegangen wird. Da wir es jedoch als ausgesprochen bedenklich erachten, Jugendliche in den "Messerkampf" einzuführen, uns auf der anderen Seite aber auch nicht der aktuellen Problematik entziehen dürfen, unterrichten wir Präventiv- und Schutzmaßnahmen, die das Risiko einer schwerwiegenden Verletzung durch einen Messerangriff verringern können.

Escrima bietet hier durch die Handhabung kurzer Übunbgsstöcke einen ausgezeichneten Weg, zur Stresskontrolle und um potentielle Gefahren frühzeitig zu erkennen. Durch sein ausgeklügeltes Konzept, dass sich auch im WingTsung widerspiegelt, lernt der Jugendliche hier (gesetz den Fall, eine Flucht ist nicht möglich), auf die richtige Distanz zu achten, den Zeitpunkt für seine Aktion richtig zu wählen (siehe auch unter "Ausbildung" OFES-Konzept) und entsprechende und realistische Gegenmaßnahmen zu ergreifen.